16.05.2017

Holzmarktbericht Mai 2017


Holzmarkt


Nationale und internationale Wirtschaftsindikatoren haben die höchsten Werte seit mehreren Jahren erreicht und unterstreichen damit die positive Entwicklung der Konjunktur.

Die österreichischen Sägewerke sind gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Aufgrund der durch den späten Wintereinbruch gegen Ende April beeinträchtigten Holzabfuhr haben sich die Rundholzlager reduziert. Mit Ausnahme Kärntens, wo sich aufgrund des Lagerplatzumbaus eines Großsägewerkes der Holzabtransport aus dem Wald teilweise verzögert, wird das Rundholz zügig abtransportiert. Die Nutzung hat sich jahreszeitlich bedingt vom Bauernwald zu den Großbetrieben verlagert. Aufgrund der guten Absatzlage am Schnittholzmarkt ist die Nachfrage größtenteils rege. Das Leitsortiment Fichte B, 2b liegt zwischen € 87,- und € 97,- je FMO. Probleme gibt es jedoch bei Starkholz minderer Qualität, weil durch die Schließung des Starkholz-Sägewerks Pröbstl in Deutschland Rundholz auf den Vorarlberger Markt drückt. Ähnliche Schwierigkeiten bestehen auch aufgrund der hohen Schadholzimporte aus Slowenien in Kärnten. Die Nachfrage nach Kiefer ist verhalten und nur schwer absetzbar. Lärche hält ihr sehr hohes Preisniveau.

Die Standorte der Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie sind sehr gut mit Nadelindustrierundholz sowie anfallenden Sägenebenprodukten bevorratet. Die Zufuhr ist in Abhängigkeit von Standort und Sortiment kontingentiert. Grundsätzlich wird aber seitens der Industrie volle Aufnahmefähigkeit für heimisches Holz signalisiert. Es kommt sogar zum Export von Plattenholz durch einzelne Werke, um in Ländern mit schlechter Versorgung den Betrieb aufrechterhalten zu können. Rotbuchenfaserholz wird bei guter Bevorratung zu stabilen bis gestiegenen Preisen nachgefragt. Die Absatzsituation bei Eschenfaserholz ist im Vergleich zum Vormonat unverändert schwierig.

Die Nachfrage nach Energieholz nimmt jahreszeitlich bedingt wieder ab. Zusatzmengen guter Qualität können abgesetzt werden, der Verkauf minderer Qualität bleibt weiterhin schwierig.

Nach den Niederschlägen der vergangenen Wochen hat sich die Borkenkäfersituation regional etwas entspannt, der Käferflug hat aber heuer sehr früh begonnen. Die Bestände sollten daher regelmäßig auf frischen Befall kontrolliert werden. Die derzeit gute Marktlage sollte auch dazu genutzt werden, befallene Käfernester großzügig zu rändeln, um weiteren Befall bestmöglich zu unterbinden.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Ende April bzw. Anfang Mai 2017 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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