Holzmarkt und Förderung Fangbäume

Beitrag, 18. März 2019

Die wechselhafte Wetterlage der letzten Wochen hat neben dem starken Niederschlag auch stürmische Phasen beinhaltet. Die einzelnen Stürme verursachten in Österreich keine weiteren bedeutenden Schäden im Wald. Jedoch sind gebietsweise auch wieder Schäden an einzelnen Bäumen entstanden. Anders stellt sich die Situation in Mitteldeutschland und Tschechien dar, wo durch das Sturmtief Eberhard (10.03.2019) wieder flächige Schäden aufgetreten sind.

 

Auch wenn die starken Niederschläge in den letzten Wochen die Aufarbeitungsaktivitäten reduzierten, bleibt die schwierige Absatzsituation weiter aufrecht. Der Absatz aller Nadelholzsortimente erfolgt großteils verzögert und nur notwendige Schadholzaufarbeitungen können derzeit durchgeführt werden. Jedoch sind auch diese Schlägerungen an die Abfuhrsituation anzupassen und dazu bedarf es einer guten Abstimmung mit dem Waldhelfer.

Ihr Waldhelfer unterstützt Sie gerne bei der Auszeige der Schadholzflächen und der Organisation der Aufarbeitungstätigkeit. Die Waldhelfer werden von uns laufend über die aktuelle Holzmarktsituation informiert. Speziell in solchen Marktphasen können immer wieder unvorhergesehene Situationen eintreten, welche ein flexibles Handeln erfordern.

 

Fangbaumvorlage:

Forstexperten halten die Vorlage von Fangbäumen im Frühling für eine sehr effektive Maßnahme um Borkenkäfer abzuschöpfen. Es ist allerdings erforderlich, dass vorher im Wald alle forsthygienischen Maßnahmen durchgeführt worden sind. Die Fangbaumvorlage sollte nur dort erfolgen – und darf auch nur dort gefördert werden – wo eine Gefährdung durch Buchdrucker zu erwarten ist. Auch aus Gründen des angespannten Holzmarktes sollen unnötige Fangbaumvorlagen vermieden werden. Sofern geschädigte Stämme (geworfene oder gebrochene Stämme) im Gefährdungsgebiet vorhanden sind, sollen diese für die Fangbaumvorlage verwendet werden.

 

Daher hat der Waldverband OÖ einen Antrag zur Förderung der Vorlage von Fangbäumen gestellt. Durch diesen Antrag haben unsere Mitglieder den Vorteil einer vereinfachten Beantragung und die Untergrenze der Fangbäume wurde auf 8 Bäume je Betrieb gesenkt.

Abwicklung: Kontaktieren Sie umgehend Ihren Bezirksförster der zuständigen Bezirkshauptmannschaft und führen Sie mit ihm die notwendigen Abwicklungsschritte (Planskizze, Formulare, Fangbaumprotokolle, ...) durch. Der Antrag auf Fangbaumförderung muss bis 10. April beim Bezirksförster eingehen! Danach hat der Waldbesitzer das Fangbaumprotokoll eigenständig und ordnungsgemäß zu führen und dies bis 15. Juni beim Bezirksförster abzugeben. Aufgrund der zu erwartenden Abfuhrverzögerungen, auch zum Zeitpunkt der Fangbaumauflösung, hat der Waldbesitzer rechtzeitig und eigenständig geeignete Bekämpfungsmaßnahmen durchzuführen.

 

Der Waldverband OÖ wickelt gebündelt für alle Mitglieder die weiteren Schritte der Fangbaumförderung ab und nach Eingang des Förderbetrages beim BWV OÖ wird der gesamte Betrag an die teilnehmenden Mitglieder ausbezahlt.

 

 

Waldverband OÖ

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Die nächste Information erscheint am 01.04.2019.