19.09.2017

Wer Ökostrom abdreht – dreht Atomstrom auf

 


Energetische Verwertung von Holz notwendiger denn je
 


Wien, 11. September 2017, Waldverband Österreich –  „Ausgeprägte Niederschlagsdefizite und extreme Hitzewellen sorgen im Wald- und Mühlviertel für einen noch nie dagewesenen zeitlich konzentrierten Anfall an Käferholz. Orkanartige Gewitterstürme hinterlassen Schneisen der Verwüstung in den Wäldern. Der Klimawandel stellt die Fortwirtschaft mit seinen verehrenden Folgen nicht nur heuer vor große Herausforderungen, sondern wird die gesamte Branche in den kommenden Jahren maßgeblich prägen“, beschreibt Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich, die Situation.
 
„Die Schäden am Wald und die Turbulenzen am Holzmarkt zeigen es besonders deutlich. Die Verwertung von Holz zur Erzeugung von Strom und Wärme ist für die Forstwirtschaft von größter Bedeutung. Holzkraftwerke verwerten nicht nur Nebenprodukte der Sägeindustrie, sondern auch von der Holzindustrie nicht benötigtes Schadholz. Dieses muss zum Schutz vor dem Borkenkäfer rasch aus den Wäldern abtransportiert werden. Die Vermarktungsmöglichkeit über die energetische Schiene ist hier essentiell. Betreiber von Holzkraftwerken helfen uns somit bei der Bewältigung von Borkenkäferkatastrophen“, macht der Obmann auf die kaum beachteten Vorteile von funktionierenden Holzkraftwerken aufmerksam.
 
„Geeignete Nachfolgeregelungen für Biomasse im Rahmen der Ökostromgesetznovelle sind nicht zuletzt aus Sicht des Forstschutzes dringend notwendig. Dieser Aspekt wird aufgrund des rasch fortschreitenden Klimawandels in den kommenden Jahren von größter Bedeutung. Alle, die verhindern, dass die bestehenden, funktionierenden Holzkraftwerke weiterbetrieben werden können, sind mitverantwortlich, wenn künftige Kalamitäten nicht mehr bewältigt werden können. Es geht um die Zukunft unserer Wälder und unserer Kinder“, so Rosenstatter abschließend.


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