Das Aufkommen an Käferholz hat in den letzten Wochen sukzessive zugenommen und für heuer sollte jetzt die Aufkommensspitze erreicht oder bereits überschritten sein.
Die entstandenen Käfernester gehören zeitnahe aufgearbeitet und in den nächsten Wochen wird zusätzlich wichtig sein, dass die befallenen Flächen aus dem heurigen Jahr großzügig nachgearbeitet und beobachtet werden, damit für das kommende Jahr die Frühjahrs-Käferpopulation möglichst gering ist. Aufgrund der extremen Trockenheit ist heuer auch eine vermehrte Schädigung der Baumart Weißtanne durch den Borkenkäfer festzustellen. Für die Tanne gelten die gleichen Handlungsempfehlungen wie für Fichte: Regelmäßig kontrollieren, befallene Bäume rasch aufarbeiten und zeitnahe aus dem Wald abtransportieren! Siehe dazu das beifügte Sujet.
Aktueller Holzmarkt
Der Absatz von Sägerundholz und auch von Industrieholz erfolgt weiterhin überwiegend zeitnahe. Die produzierten Holzmengen können somit rasch abgesetzt werden. Für die nächsten Wochen wird empfohlen, den Fokus auf befallene und vorgeschädigte Stämme zu legen. Zusätzliche Frischholznutzungen sind derzeit auch absetzbar.
Das Preisniveau für Fichten-Blochholz der Güteklassen BC (ab einem Mittendurchmesser von 20 Zentimetern) liegt bei 120,00 bis 122,00 Euro pro Festmeter. Diese Preise sind bis zum Quartalsende (Ende September) fixiert. Derzeit ist von einer weiterhin stabilen und gleichmäßigen Rundholzmarktlage auszugehen.
Die Nachfrage nach Industrieholz ist weiterhin hoch und die Preise für Nadel- und Laubfaserholz liegen bei rund 90,00 – 100,00 Euro pro Atrotonne. Für frisches Nadelfaserholz werden zusätzlich Preisanreize angeboten. Daher wird eine gezielte Ausformung von Faserholz empfohlen, da dadurch der Anteil an Waldhackgut reduziert werden kann.
Stimmen Sie die anfallenden Holzmengen vor der Nutzung mit Ihrem Waldhelfer ab, denn je früher die Abstimmung mit Ihrem Waldhelfer erfolgt, umso besser kann die Holzmenge zeitnahe zur Vermarktung eingeplant werden.
Die nächste Information erscheint am 21. September 2026.
Waldverband OÖ

