Rundholzpreise deutlich gestiegen - BWV Holzmarktbericht vom 18.01.2021

Weiterhin florierende Schnittholzmärkte und der Rückgang von Schadholz in der zweiten Jahreshälfte 2020 führen schrittweise zur Normalisierung am Rundholzmarkt.

Die Holzpreise für Nadelsägerundholz erhöhen sich im ersten Quartal 2021 um etwa 8,00 Euro pro Festmeter. Die Preise für Fichten-Blochholz der Güteklassen B/C (ab einem Mittendurchmesser von 20 cm) liegen im ersten Quartal 2021 überwiegend zwischen 77,00 und 80,00 Euro pro Festmeter. Auch die Abschläge für schlechte Qualitäten (CX, Käfer) wurden reduziert.

Für Industrieholz konnten keine Preiserhöhungen umgesetzt werden. Das bestehende Preisniveau liegt zwischen 50,00 und 53,00 Euro pro Atrotonne. Dies ergibt umgerechnet für Fichten-Faserholz einen Festmeterpreis von rund 25,00 Euro. Der Absatz von Schleifholz ist überwiegend weggebrochen, daher kann für dieses Sortiment nur der Faserholzpreis angesetzt werden. Es ist nicht zu erwarten, dass sich diese Situation ändert, deshalb sollte der Zeitpunkt des Durchforstungseingriffes rein anhand der Dringlichkeit der Maßnahme im jeweiligen Bestand gewählt werden.

Die derzeit ausgewogene Marktlage bietet sich an, in den nächsten Wochen gezielte Holznutzungen durchzuführen - speziell aufgeschobene und dringend notwendige Durchforstungen zur Stabilisierung des verbleibenden Bestandes. Auch Bestände mit hohem Borkenkäferrisiko sollten jetzt als Frischholz geschlägert werden. Eine kontinuierliche Nutzung von frischem Holz sichert das positive forstliche Einkommen!

Laubholzmarkt

Zur OÖ Wertholzsubmission wurden von den Mitgliedern bis Anfang Jänner 1.157 Festmeter Holz angeliefert. Dies ist um vier Prozent mehr als im Vorjahr. Derzeit besichtigen viele Kaufinteressenten das Wertholz am Submissionsplatz und für die Versteigerung am 25. Jänner 2021 kann wieder ein erfreuliches Ergebnis erwartet werden.

Von weiteren Laubholznutzungen in den nächsten Wochen wird abgeraten, da für Laubsägerundholz der Absatz teilweise bereits angespannt ist. Es wird empfohlen, die bereits produzierten Laubholzmengen mit Ihrem Waldhelfer zügig zu übernehmen.

Der gute Kontakt mit Ihrem Waldhelfer ist wichtig!

Die Absatzmengen gehören genau geplant, deshalb ist es dringend notwendig, dass jeder Waldbesitzer vor der Holznutzung die geplante Holzmenge mit seinem Waldhelfer abstimmt. Nur durch eine präzise gesamtheitliche Planung kann ein unnötiger Absatzdruck verhindert werden und die Holzabfuhr zügig erfolgen. Ihr Waldhelfer hat alle aktuellen Angebote für das erste Quartal 2021 und informiert Sie gerne über die unterschiedlichen Möglichkeiten und die jeweilige Ausformung dazu. Auch die gesamte Organisation und Durchführung der Holzerntemaßnahmen kann vom Waldverband beziehungsweise vor Ort vom Waldhelfer abgewickelt werden. 

 

Die nächste Information erscheint am 01. Februar 2021.

Waldverband OÖ


Holzvermarktung BWV OÖ

Der BWV OÖ bietet seinen Mitgliedern eine starke Holzvermarktungsorganisation, die sich seit über 50 Jahren der Herausforderung im Holzgeschäft stellt.  Eine optimale Vermarktung für den Waldbesitzer wird ermöglicht durch eine sichere, objektive und rasche Geschäftsabwicklung, sowie hohe Transparenz im Holzgeschäft. Als Marktpartner von nicht weniger als 150 Säge-, Papier-, und Energieholzkunden sichern wir unseren Mitgliedern die optimale Vermarktung ihres Holzes - bei voller finanzieller Sicherheit!

Der Waldverband OÖ auf einen Blick:

Der Waldverband OÖ (BWV OÖ) ist als Verein ein Zusammenschluss von Waldbesitzern und unterstützt diese bei der HolzproduktionHolzvermarktung und Waldbetreuung. Über 30.000 Mitglieder haben in den letzten drei Jahren durchschnittlich 700.000 Festmeter Holz produziert und vermarktet.

ZIELE UND AUFGABEN

  • Der BWV OÖ. sieht es als vorrangiges Ziel, durch gemeinschaftliche Vermarktung von Waldprodukten das Einkommen der Mitglieder aus der Waldwirtschaft zu verbessern.
  • Der BWV OÖ. trägt durch Organisation des gemeinschaftlichen Einsatzes von Arbeitskräften und Maschinen zur Senkung der Kosten bei der Waldbewirtschaftung bei.
  • Der BWV OÖ. ermöglicht durch laufende Information und fachliche Beratung den Mitgliedern eine auf dem aktuellen Stand des Fachwissens stehende Pflege und Nutzung des Waldes.
  • Der BWV OÖ. strebt durch genaue Marktbeobachtung und Zusammenarbeit mit den Marktpartnern die Schaffung neuer Absatzmöglichkeiten für Waldprodukte an.
  • Der BWV OÖ. vertritt die Interessen seiner Mitglieder in allen forstpolitisch relevanten Fragen. Er sucht dabei die Zusammenarbeit mit allen Interessenvertretungen der Forstwirtschaft, insbesondere mit der Landwirtschaftskammer OÖ.
  • Der BWV OÖ. verwirklicht bei seiner Tätigkeit den Grundsatz der Subsidiarität und sieht die Eigenverantwortung jedes Mitgliedes als Ausgangspunkt seiner unterstützenden Tätigkeit.
  • Der BWV OÖ. sieht sich als Partner der holzverarbeitenden Industrie und ist bestrebt, übergeordnete Ziele zur Nutzung des heimischen Waldes mit diesen Partnern umzusetzen. Er verfolgt die Partizipation seiner Mitglieder an allen positiven Entwicklungen der Holzwirtschaft.