SCHNITTHOLZBOOM – WAS HABEN WALDBESITZER*INNEN DAVON? - BWV-HOLZ­MARKT­BERICHT VOM 12.04.2021

Die Nachfrage nach Holzprodukten – ob Schnittholz oder Fertigprodukte – scheint derzeit grenzenlos. Lieferengpässe und Preiserhöhungen dominieren aktuell die Schnittholzmarkt-Berichte. Auch die Waldbesitzer*innen müssen verstärkt davon profitieren!

Die Schnittholzmärkte boomen derzeit weltweit und in den vergangenen Monaten kam es bei fast allen Produkten konstant zu starken Preissteigerungen. Die Gründe der unglaublichen Marktdynamik sind vielfältig. Als wesentliche Punkte werden zum Beispiel angeführt:

  • der global steigende Nadelschnittholzbedarf, welcher im Jahr 2021 höher sein könnte als die weltweite Schnittholzproduktion
  • die massiv steigenden Schnittholzströme von Europa in die USA und nach China und einhergehend die erzielbaren Schnittholzpreise in diesen Ländern
  • die im letzten Jahrzehnt entstandenen Weiterverarbeitungskapazitäten in Europa (z.B.: im Bereich der Brettsperrholz-Produktion)
  • die weltweite und gleichzeitige Nachfragebelebung in der zweiten Jahreshälfte 2020 bei einem meist niedrigen Lagerstand
  • die rückläufige Rundholzverfügbarkeit

Dieser entstandene „Holzboom“ ist erfreulich und gibt Hoffnung, dass dieser Trend langfristig anhält.  Der Anspruch der Waldbesitzer*innen ist, dass auch sie als Rohstoff-Lieferanten*innen davon entsprechend etwas abbekommen müssen. Die entstandene Verschiebung des Preisniveaus beim Schnittholz gehört auch auf das Rundholz umgelegt!

Guten Holzmarkt nützen

Die Nadel-Sägerundholzpreise sind bereits Mitte März nochmals gestiegen und die Verträge wurden bis Ende April – zur Verlängerung der Wintersaison – vereinbart. Die Folgevereinbarungen für Mai- und Juni-Lieferungen werden in einem zweiten Schritt erst Ende April getroffen, wodurch sich die Möglichkeit bietet, die entstandene Marktentwicklung kurzfristiger abzubilden. 

Rundholz ist entsprechend der dargestellten Marktsituation weiterhin sehr gut nachgefragt und daher können gut geplante Schlägerungen auch in den nächsten Wochen durchgeführt werden. Zu empfehlen sind zu dieser Jahreszeit – am Beginn der Vegetationszeit – jedoch nur Nutzungen,  welche flächig erfolgen (z.B.: Räumung von Altbeständen) oder bei denen der verbleibende Bestand nicht beschädigt werden kann. Weiters ist ein verstärktes Augenmerk auf die Waldhygiene zu legen. Das bedeutet, dass bei Nutzungen zu dieser Jahreszeit kein bruttaugliches Material für den Borkenkäfer im Wald zurückbleiben darf und der gesamte Arbeitseinsatz inklusive Abfuhr zügig abzuwickeln ist.

Über die aktuellen Holzpreise werden die Waldhelfer vom BWV-Büro laufend informiert und wir ersuchen Sie, vor der Schlägerung die passenden Angebote mit Ihrem Waldhelfer abzustimmen. Auch die gesamte Organisation und Durchführung der Holzerntemaßnahmen kann vom Waldverband beziehungsweise vor Ort vom Waldhelfer abgewickelt werden.

 

Informieren Sie sich auch auf unserem YouTube-Kanal über die Aktivitäten des Waldverbandes OÖ Aktuelles Kurzvideo: „Holz ist wieder gefragt“ 

 

Die nächste Information erscheint am 26. April 2021.

Waldverband OÖ


Holzvermarktung BWV OÖ

Der BWV OÖ bietet seinen Mitgliedern eine starke Holzvermarktungsorganisation, die sich seit über 50 Jahren der Herausforderung im Holzgeschäft stellt.  Eine optimale Vermarktung für den Waldbesitzer wird ermöglicht durch eine sichere, objektive und rasche Geschäftsabwicklung, sowie hohe Transparenz im Holzgeschäft. Als Marktpartner von nicht weniger als 150 Säge-, Papier-, und Energieholzkunden sichern wir unseren Mitgliedern die optimale Vermarktung ihres Holzes - bei voller finanzieller Sicherheit!

Der Waldverband OÖ auf einen Blick:

Der Waldverband OÖ (BWV OÖ) ist als Verein ein Zusammenschluss von Waldbesitzern und unterstützt diese bei der HolzproduktionHolzvermarktung und Waldbetreuung. Über 30.000 Mitglieder haben in den letzten drei Jahren durchschnittlich 700.000 Festmeter Holz produziert und vermarktet.

ZIELE UND AUFGABEN

  • Der BWV OÖ. sieht es als vorrangiges Ziel, durch gemeinschaftliche Vermarktung von Waldprodukten das Einkommen der Mitglieder aus der Waldwirtschaft zu verbessern.
  • Der BWV OÖ. trägt durch Organisation des gemeinschaftlichen Einsatzes von Arbeitskräften und Maschinen zur Senkung der Kosten bei der Waldbewirtschaftung bei.
  • Der BWV OÖ. ermöglicht durch laufende Information und fachliche Beratung den Mitgliedern eine auf dem aktuellen Stand des Fachwissens stehende Pflege und Nutzung des Waldes.
  • Der BWV OÖ. strebt durch genaue Marktbeobachtung und Zusammenarbeit mit den Marktpartnern die Schaffung neuer Absatzmöglichkeiten für Waldprodukte an.
  • Der BWV OÖ. vertritt die Interessen seiner Mitglieder in allen forstpolitisch relevanten Fragen. Er sucht dabei die Zusammenarbeit mit allen Interessenvertretungen der Forstwirtschaft, insbesondere mit der Landwirtschaftskammer OÖ.
  • Der BWV OÖ. verwirklicht bei seiner Tätigkeit den Grundsatz der Subsidiarität und sieht die Eigenverantwortung jedes Mitgliedes als Ausgangspunkt seiner unterstützenden Tätigkeit.
  • Der BWV OÖ. sieht sich als Partner der holzverarbeitenden Industrie und ist bestrebt, übergeordnete Ziele zur Nutzung des heimischen Waldes mit diesen Partnern umzusetzen. Er verfolgt die Partizipation seiner Mitglieder an allen positiven Entwicklungen der Holzwirtschaft.