Weitere Reduktion der Sägerundholzpreise – BWV-Holzmarktbericht vom 16.08.2022

Die sich mit Beginn des dritten Quartals abzeichnende Veränderung am Sägerundholzmarkt hat sich in den letzten Wochen weiter verstärkt.

Aus Deutschland und Tschechien sowie südlich der Alpen werden bedeutende Schadholzmengen gemeldet bzw. belasten diese bereits den Holzmarkt und zusätzlich fällt auch in Oberösterreich einiges an Schadholz durch Borkenkäfer an. Andererseits stockt der Absatz von Schnittholz und Holzfertigprodukten weiterhin und dies führt teilweise zu Einschnitt-Reduktionen.

Seit Anfang August sind Zufuhr-Kontingentierungen in den Sägewerken wieder an der Tagesordnung und diese sind auch für die nächsten Wochen zu erwarten.

Aufgrund dieser Situation empfehlen wir, in den nächsten Wochen nur notwendige Schadholzaufarbeitungen durchzuführen und aktuell keine weiteren Normalnutzungen zu beginnen bzw. durchzuführen. Damit soll eine möglichst zeitnahe Vermarktung des anfallenden Schadholzes ermöglicht werden und zusätzlich der Holzmarkt nicht weiter belastet werden.

Wie die letzten Jahre mehrmals zeigten, ist der Zeitraum zwischen zu viel Rundholz und zu wenig Rundholz oft sehr kurz und dies erwarten wir auch in dieser Situation. Wenn wir es jetzt schaffen, die frischen Nutzungen (vermutlich bis Herbst) aufzuschieben, leisten wir einen Beitrag zur Marktberuhigung und finden zu einem späteren Zeitpunkt für das frische Rundholz vermutlich eine bessere Marktsituation vor.

Die Sägerundholzpreise haben überwiegend nur bis Mitte August gegolten und aufgrund der Marktentwicklung war eine weitere Absenkung nicht abwendbar. Das neue Preisniveau für Fichtenblochholz der Güteklasse BC (ab einem Mittendurchmesser von 20 Zentimetern) liegt somit zwischen 102,00 und 104,00 Euro pro Festmeter. Diese Preise gelten bis Ende des dritten Quartals.

Faserholz, Schleifholz und Energieholz sehr gefragt!

Entgegen der Entwicklung bei Sägerundholz sind alle Industrie- und Energieholzsortimente sehr nachgefragt und verzeichnen teilweise deutliche Preissteigerungen. Diese Entwicklung führt dazu, dass es sinnvoll sein kann, schlechte Sägerundholzsortimente (z.B. CX-Qualität) oder die Stärkeklasse 1b (Stämme mit bis 19 cm Mittendurchmesser) als Industrieholz oder Energieholz auszuformen.

Dazu bedarf es der Abstimmung mit Ihrem Waldhelfer vor der Schlägerung, damit entsprechend der jeweiligen Schlägerung die optimale Ausformungsvariante festgelegt werden kann.

Die nächste Information erscheint am 29. August 2022.

Waldverband OÖ


Holzvermarktung BWV OÖ

Der BWV OÖ bietet seinen Mitgliedern eine starke Holzvermarktungsorganisation, die sich seit über 50 Jahren der Herausforderung im Holzgeschäft stellt.  Eine optimale Vermarktung für den Waldbesitzer wird ermöglicht durch eine sichere, objektive und rasche Geschäftsabwicklung, sowie hohe Transparenz im Holzgeschäft. Als Marktpartner von nicht weniger als 150 Säge-, Papier-, und Energieholzkunden sichern wir unseren Mitgliedern die optimale Vermarktung ihres Holzes - bei voller finanzieller Sicherheit!

Der Waldverband OÖ auf einen Blick:

Der Waldverband OÖ (BWV OÖ) ist als Verein ein Zusammenschluss von Waldbesitzern und unterstützt diese bei der HolzproduktionHolzvermarktung und Waldbetreuung. Über 30.000 Mitglieder haben in den letzten drei Jahren durchschnittlich 700.000 Festmeter Holz produziert und vermarktet.

ZIELE UND AUFGABEN

  • Der BWV OÖ. sieht es als vorrangiges Ziel, durch gemeinschaftliche Vermarktung von Waldprodukten das Einkommen der Mitglieder aus der Waldwirtschaft zu verbessern.
  • Der BWV OÖ. trägt durch Organisation des gemeinschaftlichen Einsatzes von Arbeitskräften und Maschinen zur Senkung der Kosten bei der Waldbewirtschaftung bei.
  • Der BWV OÖ. ermöglicht durch laufende Information und fachliche Beratung den Mitgliedern eine auf dem aktuellen Stand des Fachwissens stehende Pflege und Nutzung des Waldes.
  • Der BWV OÖ. strebt durch genaue Marktbeobachtung und Zusammenarbeit mit den Marktpartnern die Schaffung neuer Absatzmöglichkeiten für Waldprodukte an.
  • Der BWV OÖ. vertritt die Interessen seiner Mitglieder in allen forstpolitisch relevanten Fragen. Er sucht dabei die Zusammenarbeit mit allen Interessenvertretungen der Forstwirtschaft, insbesondere mit der Landwirtschaftskammer OÖ.
  • Der BWV OÖ. verwirklicht bei seiner Tätigkeit den Grundsatz der Subsidiarität und sieht die Eigenverantwortung jedes Mitgliedes als Ausgangspunkt seiner unterstützenden Tätigkeit.
  • Der BWV OÖ. sieht sich als Partner der holzverarbeitenden Industrie und ist bestrebt, übergeordnete Ziele zur Nutzung des heimischen Waldes mit diesen Partnern umzusetzen. Er verfolgt die Partizipation seiner Mitglieder an allen positiven Entwicklungen der Holzwirtschaft.