Weiterhin stabile Marktlage! – BWV-Holzmarktbericht vom 02.03.2026

Die aktuelle Holzmarktinformation gleicht überwiegend der vom 18.02.2026. Lediglich in den fett-markierten Abschnitten kam es zu Änderungen.

Passende Witterungsbedingungen und gute Rahmenbedingungen am Holzmarkt waren wesentliche Faktoren für das hohe Rundholzaufkommen in den letzten Monaten. 

Dies gewährt der Sägeindustrie für die ersten Monate im Jahr 2026 eine gute Versorgungslage und bietet eine entsprechende Versorgungsbasis für die nächsten Monate. Die Abwicklung der hohen Holzerntemengen stellt derzeit aber alle nachgelagerten logistischen Bereiche (Rundholzabfuhr und Übernahme) vor große Herausforderungen. Trotz des hohen Einsatzes der Frachtunternehmen und aller Beteiligten entstehen derzeit Abfuhrverzögerungen, welche aus heutiger Sicht bis zum Beginn der Vegetationszeit abgebaut sein sollten und somit keine Qualitätsverluste durch Lagerschäden zu erwarten sind.

Die Nachfrage nach Rundholz, sowohl nach Säge- als auch Industrieholz, ist weiterhin gut. Die mit Ende Februar ausgelaufenen Verträge konnten überwiegend auf dem bestehenden Preisniveau verlängert werden und nur einzelne Abnehmer führten Preiskorrekturen durch. Daher ist das Preisband für März-Lieferungen zwischen 127,00 und 130,00 Euro netto pro Festmeter (Fichte, Stärkeklasse 2a, BC-Qualität). 

Deutlich gestiegen ist die Nachfrage nach Industrieholz, da trotz der verstärkten Holzproduktion die Abfuhr von Industrieholz zulasten der Sägerundholzlieferung zurückgestellt wurde und andererseits die kühle Witterung im Winter den Eigenbedarf an Brennholz spürbar erhöht hat. Die Industrieholzpreise befinden sich aktuell bei 80,00 bis 88,00 Euro netto pro Atro-Tonne. Für frisches Fichten/Tannen-Faserholz werden zusätzlich Preisanreize, mit rund 97,00 Euro netto pro Atro-Tonne, für Lieferungen im ersten Quartal angeboten. Daher wird empfohlen, gezielt Industrieholzsortimente auszuformen, denn dadurch kann der Energieholzanteil reduziert werden und zusätzlich bleibt die Absatzflexibilität (Absatz als Industrieholz oder bei Bedarf doch als Hackgut) erhalten.

Die anhaltend stabile Marktlage kann gut für weitere Holznutzungen genützt werden. Für die Einsatzplanung und Vermarktung kontaktieren Sie bitte Ihren Waldhelfer!

Aktuell ist die Nachfrage nach Laubholz noch gegeben – speziell die Baumarten Eiche und Esche in guten Qualitäten (A und B) sind noch gut nachgefragt. Trotz der derzeit noch bestehenden Nachfrage empfehlen wir, Laubholznutzungen mit Blochholz-Anteilen möglichst zeitnahe abzuschließen.

Seitens des Waldverbandes achten wir auf die Bonität der Holzkäufer und besichern das Holzgeschäft mit Zahlungssicherheiten, denn Holzverkauf braucht Sicherheit. Stimmen Sie sich vor der Schlägerung mit Ihrem Waldhelfer ab, um gemeinsam die optimale Absatzvariante festzulegen.

 

Die nächste Information erscheint am 16. März 2026.
Waldverband OÖ


Holzvermarktung BWV OÖ

Der BWV OÖ bietet seinen Mitgliedern eine starke Holzvermarktungsorganisation, die sich seit über 50 Jahren der Herausforderung im Holzgeschäft stellt.  Eine optimale Vermarktung für die WaldbesitzerInnen wird ermöglicht durch eine sichere, objektive und rasche Geschäftsabwicklung, sowie hohe Transparenz im Holzgeschäft. Als Marktpartner von nicht weniger als 150 Säge-, Papier-, und Energieholzkunden sichern wir unseren Mitgliedern die optimale Vermarktung ihres Holzes - bei voller finanzieller Sicherheit!

Der Waldverband OÖ auf einen Blick:

Der Waldverband OÖ (BWV OÖ) ist als Verein ein Zusammenschluss von WaldbesitzerInnen und unterstützt diese bei der HolzproduktionHolzvermarktung und Waldbetreuung. Über 30.000 Mitglieder haben in den letzten drei Jahren durchschnittlich 950.000 Festmeter Holz produziert und vermarktet.

ZIELE UND AUFGABEN

  • Der BWV OÖ sieht es als vorrangiges Ziel, durch gemeinschaftliche Vermarktung von Waldprodukten das Einkommen der Mitglieder aus der Waldwirtschaft zu verbessern.
  • Der BWV OÖ trägt durch Organisation des gemeinschaftlichen Einsatzes von Arbeitskräften und Maschinen zur Senkung der Kosten bei der Waldbewirtschaftung bei.
  • Der BWV OÖ ermöglicht durch laufende Information und fachliche Beratung den Mitgliedern eine auf dem aktuellen Stand des Fachwissens stehende Pflege und Nutzung des Waldes.
  • Der BWV OÖ strebt durch genaue Marktbeobachtung und Zusammenarbeit mit den Marktpartnern die Schaffung neuer Absatzmöglichkeiten für Waldprodukte an.
  • Der BWV OÖ vertritt die Interessen seiner Mitglieder in allen forstpolitisch relevanten Fragen. Er sucht dabei die Zusammenarbeit mit allen Interessenvertretungen der Forstwirtschaft, insbesondere mit der Landwirtschaftskammer OÖ.
  • Der BWV OÖ verwirklicht bei seiner Tätigkeit den Grundsatz der Subsidiarität und sieht die Eigenverantwortung jedes Mitgliedes als Ausgangspunkt seiner unterstützenden Tätigkeit.
  • Der BWV OÖ sieht sich als Partner der holzverarbeitenden Industrie und ist bestrebt, übergeordnete Ziele zur Nutzung des heimischen Waldes mit diesen Partnern umzusetzen. Er verfolgt die Partizipation seiner Mitglieder an allen positiven Entwicklungen der Holzwirtschaft.