Sägerundholz gut nachgefragt - BWV-Holzmarktbericht vom 26.11.2019

Die schlechte Witterung vor allem im Süden Österreichs hat rasch und unerwartet zu einer regen Nachfrage nach Sägerundholz geführt. Speziell Sägerundholz kann – zwar bei einem niedrigen Holzpreisniveau – wieder normal vermarktet werden. Einzelne erste Preiserhöhungen von rund fünf Euro pro Festmeter konnten für Folgeverträge im Dezember bereits umgesetzt werden und ab Jänner sollte eine generelle Preiserhöhung für Sägerundholz möglich sein.

Unabhängig von Preisspekulationen ist JETZT der richtige Zeitpunkt für die Nachbearbeitung der Schadholzflächen (großzügiges Nachschneiden der Käferholzflächen, Begradigungen, usw.) und auch für anstehende Normalnutzungen, weil Sägerundholz zügig abgesetzt werden kann. Da die Absatzkanäle für Industrieholz jedoch weiter massiv überlastet sind, wird das anfallende Industrieholz vermutlich länger lagern. Dieses trocknet jedoch bei luftiger Lagerung bis zum Frühjahr ausreichend aus, sodass es kein Käferrisiko mehr darstellt.

Folgende Sortimentsempfehlungen können wir zum aktuellen Markt geben:

  • Die Stärkeklasse 1b sollte wieder gezielt als Sägerundholz ausgeformt werden, denn der Faserholzpreis ist massiv reduziert worden. So ist dies für frische Nutzungen, aber meist auch für Käferholznutzungen, wieder sinnvoll! Weiters fließt Sägerundholz im Gegensatz zu Faserholz zügig ab.
  • Der Absatz von Schleifholz zu Schleifholzpreisen wird den gesamten Herbst/Winter sehr schwierig, da das Überangebot an Faserholz diesen massiv beeinflusst und wir derzeit keine klaren Aussagen zu Liefermengen erhalten!
  • Generell sollte vor der Holzproduktion eine gute Abstimmung mit Ihrem Waldhelfer über die Nutzungsmenge und die Sortimentsausformung erfolgen, denn in einer Normalnutzungsphase sollte die bevorstehende „Marktentspannung“ nicht durch unnötige Übermengen gefährdet werden.

 

Bei der bevorstehenden Submission im Jänner 2020 ist wieder die Baumart Eiche gefragt, aber auch andere Baumarten in Furnier- oder A-Qualität. Die Waldhelfer haben bereits die Spezifikation erhalten und wir ersuchen Sie, mit Ihrem Waldhelfer Kontakt aufzunehmen, um die Stämme für die Submission 2020 auszuwählen. Der Anlieferschluss der Wertholzstämme ist am 2. Jänner 2020 und der Aktionstag findet am 31. Jänner 2020 statt.

Abschließend dürfen wir uns für den zahlreichen Besuch am 54. OÖ Landeswaldbauerntag bedanken! Die Präsentationen der Referate sowie die Berichterstattung finden Sie hier.


Holzvermarktung BWV OÖ

Der BWV OÖ bietet seinen Mitgliedern eine starke Holzvermarktungsorganisation, die sich seit über 50 Jahren der Herausforderung im Holzgeschäft stellt.  Eine optimale Vermarktung für den Waldbesitzer wird ermöglicht durch eine sichere, objektive und rasche Geschäftsabwicklung, sowie hohe Transparenz im Holzgeschäft. Als Marktpartner von nicht weniger als 150 Säge-, Papier-, und Energieholzkunden sichern wir unseren Mitgliedern die optimale Vermarktung ihres Holzes - bei voller finanzieller Sicherheit!

Der Waldverband OÖ auf einen Blick:

Der Waldverband OÖ (BWV OÖ) ist als Verein ein Zusammenschluss von Waldbesitzern und unterstützt diese bei der HolzproduktionHolzvermarktung und Waldbetreuung. Über 30.000 Mitglieder haben in den letzten drei Jahren durchschnittlich 700.000 Festmeter Holz produziert und vermarktet.

ZIELE UND AUFGABEN

  • Der BWV OÖ. sieht es als vorrangiges Ziel, durch gemeinschaftliche Vermarktung von Waldprodukten das Einkommen der Mitglieder aus der Waldwirtschaft zu verbessern.
  • Der BWV OÖ. trägt durch Organisation des gemeinschaftlichen Einsatzes von Arbeitskräften und Maschinen zur Senkung der Kosten bei der Waldbewirtschaftung bei.
  • Der BWV OÖ. ermöglicht durch laufende Information und fachliche Beratung den Mitgliedern eine auf dem aktuellen Stand des Fachwissens stehende Pflege und Nutzung des Waldes.
  • Der BWV OÖ. strebt durch genaue Marktbeobachtung und Zusammenarbeit mit den Marktpartnern die Schaffung neuer Absatzmöglichkeiten für Waldprodukte an.
  • Der BWV OÖ. vertritt die Interessen seiner Mitglieder in allen forstpolitisch relevanten Fragen. Er sucht dabei die Zusammenarbeit mit allen Interessenvertretungen der Forstwirtschaft, insbesondere mit der Landwirtschaftskammer OÖ.
  • Der BWV OÖ. verwirklicht bei seiner Tätigkeit den Grundsatz der Subsidiarität und sieht die Eigenverantwortung jedes Mitgliedes als Ausgangspunkt seiner unterstützenden Tätigkeit.
  • Der BWV OÖ. sieht sich als Partner der holzverarbeitenden Industrie und ist bestrebt, übergeordnete Ziele zur Nutzung des heimischen Waldes mit diesen Partnern umzusetzen. Er verfolgt die Partizipation seiner Mitglieder an allen positiven Entwicklungen der Holzwirtschaft.