Nachfrage weiterhin gegeben! – BWV-Holz­markt­bericht vom 18.02.2026

Beitrag, 18. Februar 2026

Passende Witterungsbedingungen und gute Rahmenbedingungen am Holzmarkt waren wesentliche Faktoren für das hohe Rundholzaufkommen in den letzten Monaten. 

Dies gewährt der Sägeindustrie für die ersten Monate im Jahr 2026 eine gute Versorgungslage und bietet eine entsprechende Versorgungsbasis für die nächsten Monate. Die Abwicklung der hohen Holzerntemengen stellt derzeit aber alle nachgelagerten logistischen Bereiche (Rundholzabfuhr und Übernahme) vor große Herausforderungen. Trotz des hohen Einsatzes der Frachtunternehmen und aller Beteiligten entstehen derzeit Abfuhrverzögerungen, welche aus heutiger Sicht bis zum Beginn der Vegetationszeit abgebaut sein sollten und somit keine Qualitätsverluste durch Lagerschäden zu erwarten sind.

Die Nachfrage nach Rundholz, sowohl nach Säge- als auch Industrieholz, ist weiterhin gegeben. Die preisliche Planungssicherheit ist derzeit teilweise nicht gegeben, da mit Ende Februar mehrere Verträge auslaufen und noch nicht alle Verträge auf dem bestehenden Niveau, mit rund 130,00 Euro netto pro Festmeter (Fichte, Stärkeklasse 2a, BC-Qualität) verlängert werden konnten. 

Deutlich gestiegen ist die Nachfrage nach Industrieholz, da trotz der verstärkten Holzproduktion die Abfuhr von Industrieholz zulasten der Sägerundholzlieferung zurückgestellt wurde und andererseits die kühle Witterung im Winter den Eigenbedarf an Brennholz spürbar erhöht hat. Die Industrieholzpreise befinden sich aktuell bei 80,00 bis 88,00 Euro netto pro Atro-Tonne. Für frisches Fichten/Tannen-Faserholz werden zusätzlich Preisanreize, mit rund 97,00 Euro netto pro Atro-Tonne, für Lieferungen im ersten Quartal angeboten. Daher wird empfohlen, gezielt Industrieholzsortimente auszuformen, denn dadurch kann der Energieholzanteil reduziert werden und zusätzlich bleibt die Absatzflexibilität (Absatz als Industrieholz oder bei Bedarf doch als Hackgut) erhalten.

Aktuell ist die Nachfrage nach Laubholz noch gegeben – speziell die Baumarten Eiche und Esche in guten Qualitäten (A und B) sind noch gut nachgefragt. Trotz der derzeit noch bestehenden Nachfrage empfehlen wir, Laubholznutzungen mit Blochholz-Anteilen möglichst zeitnahe abzuschließen.

Seitens des Waldverbandes achten wir auf die Bonität der Holzkäufer und besichern das Holzgeschäft mit Zahlungssicherheiten, denn Holzverkauf braucht Sicherheit. Stimmen Sie sich vor der Schlägerung mit Ihrem Waldhelfer ab, um gemeinsam die optimale Absatzvariante festzulegen.

Die nächste Information erscheint am 02. März 2026.
Waldverband OÖ