Pressebericht Laub-Wert­holz­submis­sion 2026

Beitrag, 03. Februar 2026

Präsident Mag. Franz Waldenberger, Waldhelfer Johannes Gruber, „Holzmoar“ Markus Raschhofer, Obmann Franz Kepplinger & Mag. Roland Hinterberger vom Waldverband OÖ

Laubholz-Versteigerung: Eiche erzielt fulminantes Ergebnis

Die „Goldene Axt“ für den teuersten Baumstamm geht nach Hohenzell

In den vergangenen Wochen standen in St. Florian bei Linz erneut die wertvollsten Laubholzstämme Oberösterreichs im Mittelpunkt: Bei der 23. Wertholzsubmission, organisiert vom Waldverband OÖ und der Landwirtschaftskammer OÖ, wurden mehr als tausend hochwertige Baumstämme zur Schau gestellt und vermarktet. Bei der Submission handelt es sich um eine Versteigerung für Laubholz. Den Spitzenpreis erzielte heuer eine Eiche, die mit 2.669 Euro pro Festmeter bewertet wurde. Dank ihres außergewöhnlichen Volumens brachte der Stamm insgesamt über 10.000 Euro ein.

Siegerstamm stammt aus Hohenzell

Am heutigen Aktionstag der Wertholzsubmission konnten Landwirtschaftskammerpräsident Franz Waldenberger und Obmann des Waldverbandes OÖ Franz Kepplinger den Ehrentitel „Holzmoar“ sowie die „Goldene Axt“ an den Besitzer des teuersten Stammes vergeben. Die Auszeichnung ging an Markus Raschhofer aus Hohenzell (Bezirk Ried im Innkreis), dessen Eiche mit einem Gebot von 2.669 Euro je Festmeter an der Spitze lag. Der Siegerstamm misst vier Meter Länge und beeindruckt mit einem Mittendurchmesser von 110 cm ohne Rinde, was einem Volumen von 3,8 Festmetern entspricht.

Eichenpreis legt nochmals kräftig zu

Im Rahmen der diesjährigen Submission wurden 1.015 Laubholz-Stämme bzw. rund 1.500 Festmeter Wertholz verkauft. Die Hauptbaumart war die Eiche mit 80 Prozent der Holzmenge. Umso erfreulicher ist es, dass der Eichenpreis mit einem Durchschnitt von 885 Euro pro Festmeter gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich zulegen konnte. Vor fünf Jahren lag der Durchschnittserlös bei Eiche noch bei 500 Euro pro Festmeter, was verdeutlicht, welche Preisentwicklung Eichenwertholz selbst mit Blick auf die Inflationsrate zurückgelegt hat.

Insgesamt 246 Wertholzstämme erzielten Gebote von mehr als 1.000 Euro pro Festmeter – darunter allein 229 Eichen. Acht Stämme überschritten sogar die Marke von 2.000 Euro pro Festmeter. „Damit erreichte rund ein Viertel des gesamten Angebots Preise jenseits der 1.000-Euro-Grenze. Das zeigt deutlich, wie lohnend die gezielte Suche nach hochwertigen Laubholzstämmen sein kann – idealerweise gemeinsam mit einem Waldhelfer“, erläutert Franz Kepplinger, Obmann des Waldverbandes OÖ.

Neben der Eiche gab es auch andere Spezialitäten. Die Laubholzsubmission zeichnet sich dadurch aus, dass nicht nur die Trendbaumarten, sondern auch „Gustostückerl“ anderer Hölzer vertreten sind. So war unter den 15 Baumarten heuer beispielsweise auch eine Ulme mit herausragender Qualität anzutreffen.

Maßgeblich zum Erfolg für die beteiligten Waldbesitzer:innen tragen auch die Waldhelfer des Waldverbandes, unterstützt durch die Forstberater der Landwirtschaftskammer, bei. Bei der Information und Beratung im Vorfeld kommt ihnen eine wichtige Aufgabe zu.

Arbeitssicherheit und Qualitätserhalt im Blick

„Unfallfrei durch den Winter – sichere Fällung von Laubbäumen und Starkholz“ – unter diesem Motto wurden am Aktionstag der Laubholzsubmission die Risiken und Herausforderungen bei der Laubholzschlägerung thematisiert. Sicherheitsberater Siegfried Birngruber von der Sozialversicherung der Selbständigen und Dieter Auinger von der Forstlichen Ausbildungsstätte Traunkirchen erklärten, was für eine unfallfreie Fällung zu beachten ist. Waldhelfer Klaus Hehenberger führt selbst viele Laubholzfällungen durch und ergänzte das Programm mit seiner Expertise.

Fällungen im Laubholz sind in der Regel anspruchsvoller als solche im Nadelholz und erfordern entsprechende Fachkenntnisse. Laubwertholzstämme zeichnen sich durch entsprechende Dimensionen aus und werden vorwiegend mit der Motorsäge gefällt. Etliche der versteigerten Submissionsstämme weisen einen Stockdurchmesser (Durchmesser des Baumstammes in Bodennähe) von über einem Meter auf. 

 

Bildquelle: Stratberger/Waldverband OÖ